+49(0)2294 99 93 590 Bauteil messen lassen

Mess­verfahren

Optische 3D-Messtechnik erfasst Form und Maß flächig

Wir erfassen die Oberfläche Ihres Bauteils optisch und berührungslos und vergleichen sie mit Ihren CAD-Daten oder Ihrer Zeichnung. So sehen Sie flächig statt nur an einzelnen Maßen, wo und wie stark das Bauteil von den Sollvorgaben abweicht.

  • BerührungslosDas Bauteil wird bei der Messung nicht angetastet.
  • Flächig statt punktuellVergleich mit CAD-Daten oder Zeichnung.
  • Manuell, mobil oder vollautomatisiertJe nach Bauteil und Aufgabe.
  • Auch bei Ihnen vor OrtMobile optische Messsysteme.

Verfahren

Wie die Messung abläuft

Das Bauteil wird bei der Messung nicht angetastet; auch empfindliche Teile verformen sich dadurch nicht.

  1. Oberfläche erfassen

    Der Sensor nimmt die Bauteil­oberfläche optisch und flächig auf.

  2. 3D-Modell erzeugen

    Aus den Messdaten entsteht ein digitales 3D-Modell der Bauteilform.

  3. Mit den Sollvorgaben vergleichen

    Das Modell wird Ihren CAD-Daten oder den Maßen Ihrer Zeichnung gegenüber­gestellt.

Anlass

Stimmt das Teil, stimmt das Werkzeug?

Soll ein Erstmuster vor dem Serienstart geprüft werden, gehört das bei uns zur messtechnischen Qualitäts­sicherung: Erstmuster vor dem Serienstart prüfen.

Maßabweichungen finden

Passt das Bauteil zur Zeichnung?

Der flächige Vergleich mit Zeichnung oder CAD-Daten zeigt, an welchen Stellen und um wie viel ein Teil abweicht, etwa wenn es nicht in die Baugruppe passt. Bei Spritzgussteilen können Verzug und Schwindung dahinterstehen; für solche Fälle werten wir die Messung auch als Schwund- und Verzugsanalyse aus.

Werkzeug qualifizieren

Kann das Werkzeug freigegeben werden?

Grundlage für die Freigabe eines neuen oder geänderten Werkzeugs sind Messergebnisse der ersten Teile, die aus dem Werkzeug kommen. Ihre Abweichungen vom CAD-Modell zeigen dem Werkzeugbau, wo eine Korrektur am Werkzeug ansetzen kann; die Entscheidung über die Korrektur treffen Sie.

Ausstattung

Womit wir arbeiten

Je nach Bauteil und Aufgabe setzen wir unterschiedliche optische Systeme ein. Sie arbeiten mit Streifenlichtprojektion, Lasertriangulation bzw. Laserscanning und Photogrammetrie, manuell, mobil oder vollautomatisiert.

  • ATOS 5 12M

    Prinzip
    Streifenprojektion mit Blaulicht
    Einsatz
    Mobiles Messsystem für mittelgroße Bauteile bis hin zu großen Werkzeugen und Turbinenteilen, auch vor Ort einsetzbar.
    Messungen im DAkkS-akkreditierten Prüfumfang (Registriernummer D-PL-21126-01-00).
  • ATOS Q 12M

    Prinzip
    Streifenprojektion mit Blaulicht, halbautomatisierter Messablauf.
    Einsatz
    kleine bis mittelgroße Bauteile mit hoher Messpunktauflösung, beispielsweise Stecker, Fräser und Elektronikkleinteile.
  • T-SCAN Hawk 2

    Prinzip
    Laserscanning
    Einsatz
    Handgeführtes, mobiles Messsystem für komplexe und großflächige Bauteile – direkt im Werk oder außerhalb des Messlabors einsetzbar.
  • ScanBox 6130

    Prinzip
    Automatisierte optische Messzelle.
  • TRITOP 5204

    Prinzip
    Photogrammetrie
    Einsatz
    mobile Erfassung von 3D-Koordinatenpunkten an großen Bauteilen und Strukturen, einzeln zur Bewertung oder als Referenz für weitere Scans

Neben der farbigen Abweichungs­darstellung erhalten Sie je nach Aufgabe:

  • das digitale 3D-Modell Ihres Bauteils
  • Messprotokolle und Berichte nach Ihren Vorgaben
  • Form- und Lageauswertungen (GD&T)

Vor Ort

Bei Ihnen im Werk

Mit unseren mobilen optischen Messsystemen kommen wir direkt zu Ihnen ins Werk, ins Lager oder in die Werkstatt. Bauteile und Anlagen können dabei häufig montiert bleiben und unter realen Einbaubedingungen erfasst werden. Das spart Demontage und Transport und hilft, Stillstandszeiten kurz zu halten.

Nennen Sie uns den Einsatzort und Ihre Messaufgabe. Die Voraussetzungen vor Ort stimmen wir im Vorhinein gemeinsam ab.

Soll-Ist-Vergleich

Soll-Ist-Vergleich zum CAD

Im Soll-Ist-Vergleich wird das gemessene 3D-Modell über Ihre CAD-Daten gelegt oder gegen die Zeichnungsmaße ausgewertet, und zwar über die erfasste Fläche, nicht nur an einzelnen Messpunkten. Das Ergebnis ist eine farbige Abweichungs­darstellung: Jede Farbe steht für einen Abweichungsbereich. So erkennen Sie auf einen Blick, wo Material fehlt, wo zu viel ist und wo sich das Teil verzogen hat. Im Sprachgebrauch heißt diese Darstellung auch Falschfarbenvergleich.

Soll dieselbe Messung regelmäßig an Teilen aus der laufenden Serie stattfinden, übernimmt das unsere Messzelle: Automatisierte Serienmessung.

Soll-Ist-Vergleich eines Gussgehäuses: farbige Abweichungsdarstellung über der technischen Zeichnung

Für andere Fragen an Ihr Bauteil gibt es einen passenderen Weg:

Ihr Projekt

CAD-Daten oder Zeichnung genügen für den Vergleich

Für den Soll-Ist-Vergleich brauchen wir Ihre Sollvorgaben: CAD-Daten oder eine Zeichnung mit den maßgeblichen Maßen. Sagen Sie uns außerdem, ob im Labor oder bei Ihnen vor Ort gemessen werden soll.

Liegen keine CAD-Daten vor, lassen sich mehrere Bauteile auch untereinander vergleichen. Auf Wunsch erstellen wir aus den Messdaten bearbeitbare CAD-Flächen- oder Volumenmodelle; das ist Reverse Engineering und Flächen­rückführung.

  1. Sie liefern

    Sie beschreiben Bauteil und Aufgabe. Wenn vorhanden, nennen Sie Zeichnung, CAD-Daten oder Fotos.

  2. Wir klären

    Wir ermitteln mit Ihnen das passende Mess­verfahren, den Termin und die Kosten.

  3. Sie erhalten

    Die Ergebnisse zu Ihrer Aufgabe in der vereinbarten Form.